Komm.ONE

Case Study: Dienst Nach Fortschritt

Die NARRATIV 360 Kompass-Frage:

Wie können wir formal definierte Werte und Führungsversprechen über 7 dezentrale Standorte hinweg so übersetzen und verankern, dass sie nicht als starre Papiervorgaben verpuffen, sondern den täglichen Arbeitsalltag als gelebte Haltung prägen? Die zentrale Herausforderung lag darin, dass Leitlinien und Führungsversprechen zwar strategisch formuliert, auf den Fluren und in der hoch getakteten Service-Unit jedoch kaum spürbar waren. Aus einer ursprünglichen Anfrage nach einer einzelnen Infografik entstand die Notwendigkeit, ein echtes, gemeinsames Kultur- und Führungsnarrativ zu schaffen, das alle Beteiligten als aktive Gestalter einbindet.
120
Mitarbeiter
Waren von dieser
Transformation betroffen
3+
Monate
War der Projektzeitraum
für Narrativ 360
7
Standorte
Bekamen ein gemeinsames
Wir-Bewusst-Sein

Der Lösungsansatz: Das NARRATIV 360 Methoden Set

1. Narrativ finden
Zu Beginn stand eine scheinbar simple Anforderung: Eine einzelne Infografik sollte erklären, warum die neuen Werte und Führungsversprechen wichtig sind und wie sie auf die Gesamtstrategie einzahlen. Doch schöne Bilder ändern kein Verhalten. Im gemeinsamen Klärungsprozess wurde deutlich, dass ein rein visuelles Artefakt ohne emotionale Resonanz verpuffen würde. Unser Narrativ360 Team ging deshalb zuerst zuhören: In acht narrativen Tiefeninterviews quer durch die Organisation und über alle sieben Standorte hinweg wurden die echten Arbeitsgeschichten, unausgesprochene Reibungspunkte und der reale Flurfunk freigelegt. Statt abstrakter Umfragewerte entstand ein klares Bild davon, was die Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag tatsächlich bewegt.
2. Narrativ gestalten
Die ungefilterten Mitarbeiter-Geschichten wurden nicht in einer Schublade abgelegt, sondern gezielt in Führungskräfte-Workshops gespiegelt und diskutiert. Dadurch entstand ein tiefes gegenseitiges Verständnis und ein echtes Führungs-Buy-In. Um den Prozess dauerhaft von innen heraus zu tragen, wurde eine bereichsübergreifende Pilotgruppe aus allen Teilen des Service-Centers aufgebaut, ausgestattet mit echter eigener Entscheidungskraft. Auf Basis der gesammelten Realitäten wurde die Kernstory „Dienst nach Fortschritt“ entwickelt: Eine Haltung, die bewusst mit dem Klischee des bürokratischen „Dienst nach Vorschrift“ bricht und IT-Dienstleistung als aktiven, zukunftsorientierten Gestaltungsbeitrag für die Kommunen auflädt.
In einem ko-kreativen Stil-Findungsprozess haben wir gemeinsam die Metaphern reflektiert, die für diesen Sprung die richtigen sind. Aus einsamen Burgen wird nun Schritt für Schritt eine gemeinsame Reise in eine moderne, vernetzte Stadt.
3. Narrativ kommunizieren
Aus einer isolierten Infografik wurde eine durchdachte, mehrphasige Kommunikationsarchitektur geformt, die über Monate hinweg ausgespielt wurde. Ein prägnantes Erklär- und Change-Video schuf den emotionalen Auftakt und etablierte eine gemeinsame Sprache. Darauf aufbauend führte eine interaktive Lernreise Mitarbeitende und Führungskräfte durch die einzelnen Werte. Das Ziel: Wir schaffen ein gemeinsames Wir-Bewusstsein-Sein und achten darauf, jeden Lernimpuls Schritt für Schritt in eigenen Stationen zu reflektieren. Flankiert wurde der Prozess durch kontinuierliche Newsletter-Impulse sowie spezifische Mitmach- und Enabling-Werkzeuge. Analoge und digitale Elemente sind ineinander verwoben und bauen bewusst auf die internen Netzwerke, um die Werte-Reise zum Leben zu erwecken.
4. Narrativ entfalten
Die konzipierte Lernreise ist bewusst als offener Kommunikationsansatz entwickelt. Auf dieser aufbauend entstehen nun regelmäßig eigenständig neue Formate. Das Narrativ360 Team hat zum Abschluss des Projektes vor allem den guten Übergang aller Assets und Storylines ins Team sichergestellt. Die Kerngruppe trägt nun selbständig und  kontinuierlich  die Themen in die jeweiligen Teams der sieben Standorte. Das Narrativ „Dienst nach Fortschritt“ dient der Komm.ONE als zentrale Botschaft und Anker für das gemeinsame Wir-Bewusst-Sein.
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